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Die Wirbelsäule

Die Wirbelsäule stellt das zentrale Achsenorgan des Menschen dar und verbindet den Kopf mit dem Becken, stabilisiert den Rumpf, trägt die Arme und schützt das durch den knöchernen Spinalkanal ziehende Rückenmark. Man unterteilt sie in die Halswirbelsäule (sieben Halswirbelkörper), die Brustwirbelsäule (zwölf Brustwirbelkörper), die Lendenwirbelsäule (fünf Lendenwirbelkörper), das Kreuzbein und das Steißbein. Damit die Statik und Beweglichkeit der gesamten Wirbelsäule möglich ist, sind die einzelnen Abschnitte gekrümmt. Man nennt die Stellung der Hals- und Lendenwirbelsäule Lordose, Brustwirbelsäule und Steißbein stehen in Kyphose. Die Krümmungsabschnitte nach hinten sind die Lordose und die nach vorne die Kyphose. Die einzelnen Wirbelsäulenabschnitte sind in der Normalstellung: Halswirbelsäule (HWS) → Lordose, Brustwirbelsäule (BWS) → Kyphose, Lendenwirbelsäule (LWS) → Lordose. Kreuz- und Steißbein sind nicht beweglich, sie sind fixiert in Kyphose. Das Becken (Ilium) mit dem Kreuzbein bilden mit starken Bändern ein großes Gelenk, das so genannte Iliosacralgelenk (ISG) und verbinden so die beiden Becken-Bein-Säulen.

Die Aufgaben der Wirbelsäule und deren einzelner Elemente
Die Wirbelsäule besteht aus knöchernen Elementen, nämlich den Wirbeln. Der nach vorne gerichtete Wirbelkörper trägt die Hauptlast des Rumpfes (ca. 80%). Hinten angebracht (rückenwärts) der Wirbelbogen mit der Gelenkfortsatzreihe und dem Dornfortsatz (20%). Dadurch entsteht in der Mitte der Wirbelkanal (Spinalkanal) in dem das Rückenmark und im Lendenwirbelsäulenbereich die einzelnen Nervenfasern im Duralsack verlaufen. Das Rückenmark endet meist in Höhe des 12. Brust- oder 1. Lendenwirbelkörpers.

Das Bewegungssegment
Unter dem Bewegungssegment versteht man die einzelnen Ausrichtungen in der Wirbelsäule. Darunter subsumiert man zwei angrenzende Wirbelkörper mit den dazwischen liegenden für die Bewegung notwendigen Strukturen wie Bandscheibe, Knorpelplatten, Wirbelgelenken, Bändern und Muskeln sowie der dazugehörigen Nervenstrukturen. Die Wirbelsäule des Menschen besitzt normalerweise 25 Bewegungssegmente, dabei besitzen die beiden obersten in der Halswirbelsäule keine Bandscheibe. Dies ist einerseits das Atlanto-Occipital-Gelenk und das Atlanto-Axial-Gelenk. Daher hat ein Mensch meist 23 Bandscheiben (Discus intervertebralis). Der knöcherne Wirbel ist hart und nicht verformbar, die Verformbarkeit erfolgt über die Bandscheibe, welche wiederum die Voraussetzung für die Beweglichkeit der Wirbelsäule ermöglicht und sinngemäß eine Stoßdämpferfunktion besitzt.