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Operation

Operationen stehen stets meist an letzter Stelle der therapeutischen Maßnahmen. Daher muß deren Indikation im jeweiligen Einzelfall kritisch evaluiert werden. Anders stellt sich dies bei Notfällen dar, in denen eine Operation unumgänglich ist, weil sonst schwergradige bleibende Schädigungen resultieren können. Jedes operative Verfahren beinhalten ein gewisses Risiko für den Patienten und sofern vermeidbar, sollten zunächst die „harmlosen Therapien“ zum Einsatz kommen. Dabei unterscheidet man eine relative von einer absoluten Operationsindikation. Eine absolute Operationsindikation liegt bei einem spinalen Notfall vor. Dieser ist dann gegeben, wenn akut Harnblasen- oder Stuhlentleerungsstörungen auftreten. In diesem Fall muss bei Vorliegen eines Bandscheibenvorfalles umgehend die Operation erfolgen, da sonst ein irreparabler Zustand mit schwerwiegenden Konsequenzen für den einzelnen Patienten bestehen bleibt. Die relative Operationsindikation bei Bandscheibenvorfällen ist dann gegeben, wenn sich die Beschwerden auch unter einer intensiven konservativen Therapie nicht zurückbilden und Lähmungen und Gefühlsstörungen vorliegen. Im Einzelfall muss dann entschieden werden, welches operative Verfahren für den jeweiligen Patienten das zu präferierende darstellt. Dazu zählen perkutane Verfahren, bei denen durch die Haut hindurch eine kleine Sonde oder Kanüle in die Bandscheibe eingeführt werden und dann mittels Hitze oder dem Dekompressor Bandscheibengewebe verdampft oder ein wenig abgesaugt wird. Des weiteren kann in einigen Fällen die Operation endoskopisch erfolgen.